Auch dieses Jahr haben wir die Winterferien wieder für einen kleinen Wohlfühl-Trip genutzt. Ein bisschen Wellness, lange Spaziergänge und ein großartiges Frühstück – viel mehr braucht es manchmal gar nicht. Nachdem uns das Upstalsboom in Heringsdorf im letzten Jahr so gut gefallen hatte, fiel die Entscheidung leicht: Warum nicht noch einmal? Das Winterspecial „Wintertraum“ klang einfach zu verlockend – drei Nächte mit Anreise am Sonntag inklusive Drei-Gänge-Menü.
Normalerweise lieben wir Abwechslung und entdecken gern neue Orte (mit Ausnahme unserer traditionellen Pfingst-Location, über die ich hier ja schon mehrfach berichtet habe). Aber dieses Mal zog es uns noch einmal an die langen Promenaden von Bansin bis hinüber Richtung Polen. Ordentlich durchlüften. Kopf frei pusten lassen. Das klappt an der Ostsee bei fast jedem Wetter.
Die Anreise am Sonntag war herrlich entspannt. Kein Zeitdruck, kein Stress – einfach ankommen, einrichten, durchatmen. Und natürlich sofort noch eine Runde an den Strand. Das Hotel liegt direkt an der Promenade – perfekter geht es kaum.



Was uns dort erwartete, war allerdings alles andere als gewöhnlich: Das Meer war eine einzige Eiswüste. Kein Blau, kein Himmel, keine Sonne. Nur Schwarz und Weiß, Eis und Frost. Die Landschaft wirkte wie von einem fernen Planeten. So etwas hatten wir wirklich noch nie gesehen. Atemberaubend – im wahrsten Sinne des Wortes.




Leider brachte die Eiswüste auch ihre Tücken mit sich. Der Strand war komplett überfroren, spiegelglatt und nicht begehbar. Also blieb es bei ein paar eindrucksvollen Fotos, bevor wir uns vorsichtig wieder zurückzogen. Da wir noch kein Mittagessen hatten, landeten wir schließlich in Heringsdorf in einem Café. Und was soll ich sagen – wenn man schon im Urlaub ist, darf zum Kaffee auch ein ordentliches Stück Kuchen nicht fehlen.
Am nächsten Tag wagten wir uns – mehr oder weniger trittsicher – auf die Promenade Richtung Ahlbeck. Auch dort ein beeindruckendes Eisspektakel. Wir vermissten ein wenig das beruhigende Meeresrauschen. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das so erlebt habe, aber eins geht nur, Eiswüste oder Meeresrauschen und da nahmen wir eben Eiswüste.


Die Ostsee im Winter hat wirklich ihre ganz eigene Magie. Danach zog es uns in die entgegengesetzte Richtung nach Bansin, denn bei Fisch Domke wollten wir unbedingt wieder einkehren. Die Fischsuppen dort sind einfach legendär. Ich entschied mich für einen Fischtopf mit heller Sauce und Dill – so unglaublich aromatisch und wohltuend. Mein Mann wählte eine kräftige Fischsoljanka. Höchstzufrieden machten wir uns wieder auf den Weg nach Heringsdorf, inklusive kleiner Rutschpartien, und gönnten uns – natürlich – noch einen Kaffee. Urlaub bedeutet schließlich auch am zweiten Tag ein fettes Stück Kuchen. Schließlich brauchten wir Energie bei der Kälte.



Am letzten Tag fuhren wir mit dem Auto nach Swinemünde. Eigentlich wären wir gern wie im letzten Jahr gelaufen, aber angesichts der ungeräumten Wege war uns das zu riskant. Unser Ziel war die Mühlenbake am Strand – das rot-weiße Seezeichen aus dem 19. Jahrhundert, das die Einfahrt zum Hafen markiert und eines der Wahrzeichen der Stadt ist. Ich kämpfte mich über spiegelglatte Wege bis dorthin vor, um ein paar zugegebenermaßen spektakuläre Fotos zu machen, aber es war so sauglatt, dass ich ständig Angst hatte, auf meinen Hintern zu fallen. Also trat ich nach einigen Aufnahmen lieber den Rückzug an. Damit du siehst, dass ich nicht den Farbfilm vergessen habe, gibts ein buntes Selfie von mir, eingemummelt in eine pinke Daunenjacke, Raupenmütze und meinen geliebten Kyler-Schal.



Das Verrückteste an diesem Tag? Menschen liefen Schlittschuh auf dem Strand. Ja, wirklich. So etwas erlebt man wahrscheinlich nicht oft. Wir schlenderten noch ein wenig durch die Innenstadt, die leider grau und von Schneematsch bedeckt wenig einladend wirkte. Trotzdem kauften wir noch ein paar polnische Gurken – so lecker – und Honig in einem Bioladen, bevor wir wieder zurückfuhren.


Kaffee gab es dieses Mal im „Luv und Lee“ im Hotelbistro, wo wir auch an zwei Abenden richtig gut gegessen haben. Reservieren war notwendig, aber das war kein Problem, wenn man sowieso mehrmals täglich daran vorbeigeht.



Noch ein paar letzte „schwarz-weiß-beige“ Aufnahmen, übrigens alle ohne Filter und dann waren sie auch schon vorbei, diese drei Wintertage. Mit frischer Ostseeluft in der Lunge, entspannt vom Wellnessbereich und satt von Fischsuppe und Kuchen sind wir wieder nach Hause gefahren. Jetzt überlegen wir schon, was wir als Nächstes im kalten Februar anstellen werden.
Na, wenn das nicht der Winterbeitrag schlechthin ist, daher kreuze ich bei Antetannis Jahresbingo dieses Feld an und schau bei ihrer Linkparty vorbei.

Wie sieht es bei dir aus? Team Winter an der Ostsee, Team Skiurlaub oder doch lieber ab ins Warme? Schreib mir gern in die Kommentare – ich bin gespannt.

Das ist mal ein ganz anderer Anblick, aber wunderschön.
Solch ein Wellnessurlaub würde mir auch gefallen.
Liebe Grüße von
Heike
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Drei Tage am Meer sind immer wieder toll! Auch wenn ich an der Ostsee wohne, ist so eine Auszeit so wertvoll und unbezahlbar. LG Undine 🤗
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Tolle Fotos, die Lust machen auf einen Winter in Usedom.
Danke fürs Teilen.
Viele Grüße
Britta
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Usedom ist auch wirklich besonders, auch ohne Eiswüste. LG Undine 🤗
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Wohooo, so beeindruckende Fotos und ein schöner Bericht. Ich fühle mich fast schon ein wenig erholt beim Lesen. ♥
Liebe Grüße
Anita
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Das ist ja toll, dass du dich so in meinen kleinen Reisebericht hinein gefühlt hast, liebe Anita! 🥰 LG Undine
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Ganz, ganz tolle Fotos. Sie fangen die besondere Stimmung unglaublich gut ein.
Lieben Gruß aus dem kleinen Dorf zwischen den Meeren
Lydia
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Dankeschön liebe Lydia! 🤗
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Danke für die vielen wunderbaren Fotos – ich hätte das so gern gesehen – die Ostsee im Eis. Das muss ein geniales Erlebnis gewesen sein! Liebe Grüße Ingrid
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Liebe Ingrid, ich realisiere erst jetzt, was wir für ein Glück hatten, das erleben zu dürfen. 🤗 LG Undine
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